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Verkehrsministerin Ina Brandes schaute den Kinder noch bei ihrer Radfahrausbildung zu.

Verkehrsministerin Ina Brandes überreicht Fahrräder

Unterstützung für Jugendverkehrsschulen in Nordrhein-Westfalen

Verkehrsministerin Ina Brandes hat am Freitag, 4. März 2022, gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der Landesverkehrswacht Peter Schlanstein und Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Fahrräder samt Zubehör für die Radfahrprüfung an die Jugendverkehrsschule Viersen überreicht. Die symbolische Übergabe der fünf Fahrräder steht stellvertretend für 150 Fahrräder und 363 Helme, die in den kommenden Wochen von den Verkehrswachten bedarfsgemäß an die Jugendverkehrsschulen in Nordrhein-Westfalen verteilt werden. Räder, Helme sowie Nummernwesten und Ersatzmaterialien, die ebenfalls zur Ausstattung gehören, werden finanziert vom Land, den örtlichen Verkehrswachten und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

„Radfahren erlebt einen echten Boom. Damit auch Kinder im Straßenverkehr sicher unterwegs sind, wenn sie zur Schule, zum Sport oder zu Freunden fahren, brauchen sie eine gute Radfahrausbildung mit einer modernen Ausstattung. Deshalb unterstützt das Land gerne die Jugendverkehrsschulen in Nordrhein-Westfalen, so dass mehr neue Fahrräder, Helme und weiteres Zubehör für die Ausbildung zur Verfügung stehen. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für die Unterstützung dieser Aktion“, so Ministerin Ina Brandes.

„Radfahren ist eine Fertigkeit, die bei Kindern kontinuierlich geübt werden sollte, um sicher zu werden und die Sicherheit zu erhalten. In den Jugendverkehrsschulen erlernen die Kinder beim Radeln die Straßenverkehrsregeln und – aufgrund der höheren Fortbewegungsgeschwindigkeiten – eine notwendige raschere Situationswahrnehmung und ein Verkehrsgefühl für die Handlungsauswahl in der konkreten Situation zu entwickeln. Zudem entsteht für Kinder ein Bewusstsein für ein ordnungsgemäßes Fahrrad und das notwendige Tragen eines Fahrradhelms“, so Peter Schlanstein.

Nach Ansicht von Siegfried Brockmann wirke die Arbeit mit den Kindern über den unmittelbaren Sicherheitsgewinn hinaus. „In jungen Jahren werden Einstellungen für das Leben geprägt. Hier haben wir es in der Hand, ob wir später aufmerksame und rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmer haben“, so Brockmann. Deshalb sei hier jeder Euro und jede ehrenamtliche Stunde gut investiert. „Die Unfallforschung der Versicherer unterstützt die Jugendverkehrsschulen in Deutschland mit einem jährlichen Beitrag in Höhe von 80.000 Euro für neue Fahrräder und Ersatzteilebeschaffung. Davon gingen im letzten Jahr an die Jugendverkehrsschulen in Nordrhein-Westfalen 14.675 Euro. In den vergangenen drei Jahren erhielten die nordrhein-westfälischen Verkehrswachten aus GDV Mitteln insgesamt 225 Fahrräder. In diesem Jahr stehen wieder 13.500 Euro bereit“, so Brockmann.

Hintergrund

An den Jugendverkehrsschulen findet der fahrpraktische Teil der Fahrradausbildung für Kinder der dritten und vierten Grundschulklasse statt. Übungen auf dem Rad sowie ein theoretischer Teil, in dem Grundschüler lernen, wie sie sich sicher auf der Straße, an Ampeln, Kreuzungen und in Kreisverkehren verhalten sollen, gehören dazu. Am Ende dieser Radfahrausbildung steht die Prüfung an, und danach ein Fahrradpass mit den persönlichen Daten zu ihren Rädern sowie einer Teilnahmebestätigung an der Fahrradausbildung.

Es gibt stationäre und mobile Jugendverkehrsschulen. Auf festen Plätzen sind Ampeln, Kreuzungen und Straßen in kleinem Format nachgeahmt. Für die mobile Alternative werden Pausenhöfe genutzt, auf denen mit Elementen ein Übungsparcours gestaltet wird. Die lokalen Verkehrswachten unterstützen die Jugendverkehrsschulen mit der nötigen Ausstattung. Viele stationäre Plätze werden von den Kommunen bzw. Landkreisen mit Hilfe der Verkehrswachten betrieben. Die Landesverkehrswacht setzt sich für die Schaffung und den Erhalt der Jugendverkehrsschulen ein.

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