Mehr Sicherheit auf dem E-Scooter
E-Scooter-Academy macht Schülerinnen und Schüler fit für den Straßenverkehr
E-Scooter sind bei jungen Menschen sehr beliebt. Damit sie sicher durch den Straßenverkehr
kommen, haben Landesverkehrswacht NRW, der Leih-Scooter-Anbieter Lime und die Stadt Dortmund am Donnerstag, 30. April, auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule Fredenbaum ein Fahrsicherheitstraining durchgeführt.
Denn rund um die Nutzung von E-Scootern gibt es viele Fragen – besonders bei jungen Menschen: Wie bremse ich richtig? Darf ich den Fußgängerweg nutzen? Und warum ist das Parken auf dem Gehweg problematisch? Um hier frühzeitig für Sicherheit und Verantwortungsbewusst sein zu sensibilisieren, hat die Landesverkehrswacht NRW die E-Scooter-Academy ins Leben gerufen. In dieser werden Lehrer von weiterführenden Schulen dazu ausgebildet, ihren Schülerinnen und Schülern alles Wichtige rund ums E-Scooter-Fahren zu vermitteln.
Am 30. April stand für die Schülerinnen und Schüler der Paul-Dohrmann-Schule das Fahrsicherheitstraining mit den beliebten E-Scootern auf dem Stundenplan. Die Jugendlichen waren äußerst interessiert und engagiert bei der Sache – denn Spaß macht das Ganze ja auch. „2025 sind von der Polizei 4.281 Verkehrsunfälle mit Personenschaden registriert worden. Das sind gut 48 % mehr als 2024. Mit der E-Scooter-Academy wird den Lehrern vor Ort das nötige Wissen vermittelt, um ihre Schüler zu verantwortungsbewussten und sichereren E-Scooter-Fahrern zu machen“, sagt Jörg Weinrich, Geschäftsführer der LVW NRW.
Die Trainings kombinieren Theorie und Praxis: Vermittelt werden Verkehrsregeln, Alkohol- und Drogenvorschriften. In praktischen Parcours übten die Schülerinnen und Schüler Bremsmanöver, kontrolliertes Anfahren und defensives Fahren. Am Ende wussten auch alle, wie viel Menschen auf einem E-Scooter fahren dürfen – nämlich nur einer, der Fahrer oder die Fahrerin.
Auch setzen sich die Schülerinnen und Schüler damit auseinander, wie abgestellte Fahrzeuge keine Hindernisse für vulnerable Gruppen wie Menschen mit Sehbehinderungen, mobilitätseingeschränkte Personen oder Eltern mit Kinderwagen darstellen.
„Eigene E-Scooter dürfen ab 14 Jahren ohne Ausbildung gefahren werden. Wir erreichen mit der E-Scooter-Academy genau diese wichtige Zielgruppe, der wir bestehende Regeln und Tipps zum sicheren Fahren vermitteln“, sagt Weinrich.
Auch die Stadt Dortmund begrüßt die Initiative. „Diese Trainings sorgen für mehr Sicherheit in Dortmunds Straßenverkehr. Es ist wunderbar, dass gerade junge Menschen hier auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule den richtigen Umgang mit den E-Scootern lernen. Das Wissen, was die Schülerinnen und Schüler hier erlernen, sorgt für mehr Rücksicht und ein besseres Miteinander auf Dortmunds Straßen“, sagt Dennis Neumann, Leiter des Fachbereich Schule bei der Stadt Dortmund.
„Als Anbieter tragen wir Verantwortung und wollen zur Sicherheit auf den Straßen beitragen. Es ist wichtig, dass vor allem junge Menschen für die geltenden Regeln sensibilisiert werden. Ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer liegt uns besonders am Herzen“, sagt Erdi Elaslan, Operations Manager bei Lime.
Weitere Termine der E-Scooter-Academy finden in den kommenden Monaten in Dortmund, Düsseldorf und Köln statt.
Info: 79 Prozent der in Deutschland versicherten E-Scooter befinden sich im Privatbesitz. Sharing-Angebote machen einen kleineren Anteil der Fahrzeuge aus und unterliegen festen Wartungszyklen, technischen Sicherheitsstandards sowie einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h.